HYLARIA #1  – Erste Leseprobe.

Hallo meine lieben Fantastiker:-)

Seit ein paar Monaten, arbeite ich nun schon an meinem ersten Roman.

Aus diesem Grund, möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen und gebe euch schon einmal einen kleinen Vorgeschmack. Dieser besteht aus dem Prolog und der ersten Szene, des ersten Kapitel.

Es ist noch nix final. Und der Fehlerteufel hat es sich, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, ebenfalls gemütlich gemacht.

Es soll euch lediglich einen kleinen Eindruck von meinen Schreib- und Erzählstil vermitteln.

Also legen wir Los…

INHALT

Auf der Suche nach Antworten, über sich und seiner Herkunft, verwickelt sich Sam Walker in mysteriöse Vorfälle und gerät ins Visier der Polizei.

Ein geheimnisvolles Artefakt führt Sam in eine für ihn unbekannte Welt, voller Herausforderungen und Gefahren. 

Werden sich dort seine Fragen beantworten?

PROLOG

Seit Anbeginn der Zeit, stelt sich die Menschheit, ein und dieselben Fragen:

Warum Leben wir? Was ist unsere Bestimmung?

Was ist es das uns bewegt’Was treibt uns an?

Woher entspringen Gefühle wie Wut, Hass und Trauer?

Was bedeuten Gefühle wie Freude, Glück und Liebe, wenn man sie nicht teilen kann?

Es gibt diverse Theorien und Ratgeber zu diesen Thema, doch eine nennenswerte Antwort bietet keine von Ihnen. Ich habe mir selbst einige dieser Fragen gestellt und versucht, mehr über meine Vergangenheit, sowie meiner Herkunft herauszufinden. 

Denn was ist das schlimmste für ein Kind? Ich sage es Ihnen. ..

Das schlimmste und zugleich Schmerzhafteste für ein Kind ist es, nicht zu wissen wer man ist, oder woher man kommt. Immer von einem Ort zum anderen geschickt und Von Familie zu Familie gereicht zu werden. Eine mieser als die andere.
Ich Wusste selbst eine ganze Weile nicht, wo mein sicherer Hafen ist, oder meine Wurzeln liegen. Doch es kam der Tag, an dem ich es herausfinden sollte. Der Tag, an dem das Warten ein Ende nahm und meine Fragen, die mir nächtelang den Schlaf raubten, beantwortet wurden. Der Tag an dem sich mein Leben von Grund auf änderte…

KAPITEL 1 / SZENE 1

„Ab heute, wird sich dein Leben von Grund auf ändern”, sagte mir der alte, adrett gekleidete Mann, mit einer gewissen Geringschätzung. Er richtete seine rote Krawatte, womit er aussah wie der Präsident höchst persönlich und warf mir einen finsteren Blick zu. Meine Fingerspitzen tippten taktlos gegeneinander.  “Schön wäre es, aber einige Dinge ändern sich wohl nie”, murmelte ich, als er mir die kleine Schachtel, über die Theke mit dem Silberschmuck schob. Ein goldener Ring, mit einem blauen Edelstein, mogelte sich dazwischen und stach mir sofort ins Auge. Er sah alt aus. Vermutlich ein Familienerbstück. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein um etwas so schönes und wertvolles, gegen eine Hand voll Kleingeld einzutauschen? Denn mehr würde er hier nicht bekommen. Ich wollte nicht zu viel darüber nachdenken, denn dieser Ort löste in mir ohnehin schon ein Unbehagen aus.  Als ich die Schachtel nahm, griff er meinen Nacken und zog mich nah an sich heran. “Entschuldige Junge, mein Gehör ist wohl nicht mehr das Beste. Hast du eben etwas gesagt?”, fragte er sarkastisch. “Nein Sir” erwiderte ich. Mein Körper war wie erstarrt. “Was sind das für Dinge, die sich nie ändern?”, hakte er nach und festigte seinen Griff. Langsam erlangte ich die Kontrolle über meinen Körper zurück. “Zum Beispiel das du besser beraten wärst, dir ab und an ein Pfefferminz zu gönnen, bevor du mit deiner Umwelt in Kontakt trittst”. Ich löste seinen Griff mit einen Hieb gegen seinen Arm und steckte die Schachtel, in die rechte Tasche meines schwarzen Mantels. Der Alte sah mich verwundert an. “Ganz schön mutig von dir, Junge. Es scheint so, als wären dir über Nacht Eier gewachsen”, sagte er. Ich wandte meinen Blick von ihm ab. “Schau mich gefälligst an, wenn ich mit dir rede Junge.”, fuhr er mit erhobener Stimme fort. Ich zuckte zusammen. Gleich darauf, atmete ich tief ein und nahm all mein Mut zusammen. “Erstens, du hast mir schon lange nichts mehr zu befehlen. Schon gar nicht was ich zu Tun, oder zu Lassen habe. Zweitens, ich bin kein Junge mehr. Also höre auf mich so zu nennen. Du bist nicht mein Vater. Das warst du nie und wirst es auch nie sein. Und drittens bin ich nur hier, um das zu holen, was mir zusteht. Das Einzige, was Mutter mir nach ihrem Tod….” “Sei still!”, schrie der Alte. “Was fällt dir ein. Du hast nicht das Recht über sie zu reden?  Was glaubst du wen du vor dir hast? Du bist doch schuld an allem, was damals geschah. Wenn du nicht gewesen wärst, wären sie heute noch am Leben. Sie und mein Sohn”, rief er und ballte seine Faust. Einen Moment lang schloss ich die Augen und atmete erneut tief durch. “Ich verrate dir wen ich vor mir hab”, sagte ich mit ruhiger Stimme. “Ich sehe eine der wunderbarsten Frauen, die mir je in meinem Leben begegnet ist. Wunderschön und intelligent. Sie trug das Herz am rechten Fleck und stets ein Lächeln auf ihren Lippen. Eine Frau mit viel Geduld für einen kleinen verängstigten Jungen, der nicht wusste,  mit seinen Emotionen umzugehen und wo sein Platz in dieser Welt ist. Sie war es, die mich nach jeden meiner Alpträume in den Armen hielt und mir Trost spendete. Mit ihrer Liebe rettete sie mein Leben. Dementsprechend hab ich sehr wohl das Recht über sie zu sprechen. Denn jedes Mal, wenn ich meine Augen schließe sehe ich sie vor mir. Sie ist mein ständiger Begleiter und immer da, wenn ich sie brauche. Ich muss nur meine Augen schließen”. Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich, wie sich der alte Mann eine Träne verdrückte. “Und wenn ich meine Augen öffne” fuhr ich fort. “Sehe ich lediglich einen verbitterten, alten Mann. Der von morgens bis abends in diesem verstaubten Pfandhaus sitzt. Voller Wut auf Gott und die Welt. Der anderen Menschen ihre Seele abkauft. Mutter ist nicht wegen mir gestorben. Ich war noch ein….”. “Kind? Ein Kind? Wolltest du das sagen?”, fiel er mir ins Wort. “Du warst nie nur ein normales Kind”. Er senkte seinen Blick. “Deine Mutter glaubte das, als wir dich aus dem Heim zu uns holten. Wir konnten selbst keine Kinder bekommen”, sagte er wehmütig. “Du trägst etwas besonderes in deinen Herzen, meinte sie und hat sich direkt in deine grünen, traurigen Augen verliebt”. Mir verschlug es die Sprache. Noch nie hat er so offen und ausgiebig, mit mir über sie geredet. Kopfschüttelnd fuhr er fort.  “Ich wusste es allerdings besser. Da war noch was anderes. Etwas dunkles. Deine ständigen Alpträume, Wutanfälle und Angstzustände. Das alles hat sie so sehr gestresst, dass sie eines Tages daran starb. Im Krankenhaus erfuhr ich, dass sie schwanger war. Die Ärzte meinten, dass die Schwangerschaft eine zu große Belastung für ihren Körper war, aber ich wusste wer in Wahrheit die Schuld daran trug”, Erzählte er vorwurfsvoll. “An diesem Tag verlor ich nicht nur meine Frau, sondern auch noch mein Kind. Ich musste ihr versprechen das ich gut auf dich Acht gebe und für dich sorge, bevor sie starb.” Ein dicker Kloß steckte mir im Hals “Du warst nie für mich da, Jack!”, entgegnete ich ihn voller Zorn. “Ich war auf mich allein gestellt und musste mir alles selbst beibringen. Musste lernen, mit dem Verlust allein klar zu kommen. Das einzige, das von dir kam, waren Prügel. Immer dann, wenn du spät in der Nacht betrunken nach Hause kamst, und dir wieder mal der Sinn danach stand. Wie hätte SIE das wohl gefunden!?”, fragte ich. Er hielt für einen Moment Inne. “Du hast nun alles bekommen, weswegen du hier bist.  Geh mir aus den Augen Junge und scher dich zum Teufel”, Sagte er mit ernster Miene. Er wendete sich von mir ab und ging durch einen Vorhang in das Hinterzimmer. Fassungslos stand ich da. Ich wischte mir die Tränen aus den Augenwinkeln. Das war mir neu. Mitten in der Diskussion, brach er ab und zog von dannen. Normalerweise diskutierte er alles zu Tode, bis man seiner Ansicht war. Er überzeugte sogar den Nachtbarshund, daran zu glauben, er sei eine Katze. Seitdem verrichtete er sein Geschäft zusammen mit dem Kater, der alten Mrs. Flemming von gegenüber, statt auf unserem Rasen. Was sollte ich nun tun? Sollte ich hinterher gehen und mich entschuldigen? War ich zu hart? Vielleicht braucht er Zeit zum nachdenken und es wäre doch besser zu gehen? Nach einigem hin und her überlegen, beschloss ich seinem Wunsch entgegen zu kommen und zu gehen. Daraus würde jedoch nichts. Ich verspürte eine leichte Vibration. Es kam von meinem Telefon, das sich in der rechten Hosentasche meiner dunkelgrauen Jeans befand. Ich zog es heraus. Ein Anruf. Unbekannt stand auf dem Display. „Wer mag das nur sein, verdammt?“, dachte ich. Das war bereits der vierte anonyme Anruf heute. Die ersten beiden bekam ich heute Nacht um drei Uhr, während einer nächtlichen Olympiade mit meiner Freundin Mia. Was soll ich sagen? Mein Läufer kam nicht ins Ziel. Den dritten bekam ich beim Frühstück und nun rief der unbekannte Anrufer erneut an. In der Regel hätte ich Anrufe dieser Art ignoriert und es als Fehler des Anrufenden abgestempelt, der versehentlich die falsche Nummer gewählt hat. Doch da lag der Hund begraben. Zum einen gab es nur eine Hand voll Menschen, die meine Nummer besaßen. Und zum anderen erschien es mir ziemlich unwahrscheinlich, an einem Tag, viermal die falsche Nummer zu wählen und immer wieder bei mir zu landen. Zudem muss erwähnt werden, dass seitdem ich ein Mobiltelefon bedienen kann, was zugegebener Weise erst im späteren Reifeprozess der Fall war, mich nie jemand mit unterdrückter Nummer anrief. Meine Neugier würde entfacht. Wer würde wohl am anderen Ende der Leitung auf mich warten? Woher hat die Person meine Nummer? Und was kann so wichtig sein, dass man mir so penetrant auf die Nerven geht? Ich hielt das Telefon in der Hand, schaute es zögernd an und wischte den grünen Telefonhörer zur Seite um das Gespräch entgegen zu nehmen. “Hallo”, sagte ich, doch erhielt keine Antwort. Lediglich ein Rauschen war zu vernehmen.  “Wer ist den da?”. Erneut nur Rauschen. Doch da war noch etwas anderes. Im Hintergrund. Es klang wie ein Atmen. “Ich kann sie hören”. Immer noch keine Antwort. “Hören sie zu. Ich weiß nicht wer sie sind, geschweige denn was sie von mir wollen. Ich weiß nur das sie aufhören sollen mich..”. “…in großer Gefahr!” unterbrach mich eine Stimme. “… ist Zeit. ….jetzt gehen. …dort nicht mehr … Sicherheit”. Es fiel mir schwer alles klar zu verstehen. Das Rauschen verschluckte einige Wörter. Ich war verwirrt. “Entschuldigen sie, aber sie müssen sich verwählt haben. Hier ist niemand in Gefahr und ich hab heute meinen freien Tag. Demnach gehe ich nirgendwo mehr hin, außer nach Hause..”, sagte ich mit einem Lächeln. “Wen wollen sie denn sprechen und wer sind sie eigentlich?”. Wieder nur Rauschen. “Verarschen sie jemand anderen. Auf Wieder…”. “Samuel, … beeilen bevor es zu spät… . Nimm den Schlüssel und…”. Das Rauschen wich nun einem rythmischen Piepton. Das Gespräch würde beendet. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf. Wer war diese Person? Woher hat er meine Nummer? Welche Gefahr? Schlüssel? Ich schaute aus dem Fenster. Meine Augen überprüften jeden Winkel in der Umgebung. Beobachtet er mich und wenn ja,  seit wann?…. Meine Hände waren schweißgebadet, denn ganz gleich wie viele Fragen mir in den Sinn kamen, eine Frage tauchte immer wieder auf. Woher kannte er meinen Namen, Meinen ECHTEN Namen? Bis heute dachte ich jeder der diesen Namen kennt wäre fort, um genau zu sein Tod. Die einzigen die diesen Namen kannten, waren meine Pflegeeltern. Ich fand vor einigen Jahren einen Brief , zwischen den Unterlagen meiner Pflegemutter in dem dieser Name stand. Ich fand einige Wochen später heraus, dass man mich mit dem Brief vor der Tür des Weisenhaus entdeckte. Doch niemand nannte mich Samuel. Seitdem  ich denken kann, nennt man mich Sam. So steht es auch in meinem Pass. Sam Walker. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter. Könnte es sein, dass der unbekannte Anrufer mehr über mich und meine Vergangenheit wusste? Woher ich komme? Wer meine Eltern sind?… Fragen über Fragen. Mein Kopf explodierte. Im laufe der Zeit fand ich mich damit ab, nicht zu wissen wo meine Wurzeln liegen. Das hat sich nun erledigt. Jack behielt Recht. Mein Leben, besser gesagt die Sichtweise auf mein Leben, änderte sich von Grund auf. Ich wollte endlich Licht ins dunkel bringen und wissen, wer ich wirklich bin.

Ich hoffe es hat euch gefallen. Wenn ja, dann werde ich euch in Zukunft mehr Inhalte, aus meinem ersten Romanprojekt presentieren. Natürlich ohne große Spoiler! 🙂

 

Liebe Grüße, Chris.

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