„Auf ein Wort…“ #2 – Willkommen im Materialismus!

Hallo ihr verrückten Lebenskünstler da draußen.

Ich freue mich sehr darüber, euch erneut bei mir begrüßen zu dürfen.

In der letzten Zeit ist mir eine Sache  wiederholt aufgefallen. Unsere Gesellschaft wird immer materialistischer! 

Eine materialistische Welt

„Wir leben in einer materialistischen Welt!“. Ich habe manchmal das Gefühl, es dreht sich nur noch darum , wer das schönste, schnellste und teuerste Auto; die neusten Sneakers; und den größten Fernseher sein Eigen nennt. Es ist unabdingbar, sich alle halbe Jahr das aktuellste Smartphone anzuschaffen. Außerdem ist es für  selbstverständlich erachtet, ein monatliches Mindestgehalt von 1800€ Netto anzupeilen, damit man gerade so über die Runden kommt, (überspitzt gesagt).

Markenwahn!

Ob in der Werbung, im Supermarkt, in der Schule,….ja sogar im Kindergarten, hat der Markenwahn bereits Einzug gehalten. Tagtäglich werden wir bombardiert mit Werbeanzeigen. Man möchte uns glauben machen „Marken sind besser als No-Name-Produkte“. Bestäube dich mit unserem Deo und du mutierst zum Schokomann, an dem die Frauen nur zu gern knabbern würden. In der Schule wird man regelrecht genötigt, sich Markenzeichen zu kaufen, um akzeptiert und nicht in die Mülltonne gesteckt zu werden. Keine Frage, Markenprodukte haben schon irgendwo ihre Daseinsberechtigung.  Denn wer Markenprodukte kauft, kauft in der Regel qualitativ hochwertige Produkte. Ob der Preis gerechtfertigt ist, oder ob man nur den Namen bezahlt, ist eine andere Frage.

Falsche Werte

Gerade Kinder und Jugendliche, wachsen heut zu Tage in eine immer schnelllebigeren Gesellschaft heran, die ihnen vermehrt die falschen Werte vermittelt. Angefangen bei unserem Schulsystem. „Mit einem Hauptschulabschluss, hat man für dich leider keine Verwendung  auf dem Arbeitsmarkt“. Hast du nicht mindestens das Abitur in der Tasche, besitzt du für die Gesellschaft  keinerlei wirtschaftlichen Nutzen.  Ich hatte noch das Glück, in einer Zeit heranzuwachsen, in der man uns Werte wie : Ehrlichkeit; Freundschaft, Vertrauen, Zuverlässigkeit;…usw. vermittelte. Werte, mit Bedeutung .  Im Gegensatz dazu, vermittelt man heute Werte wie: Geiz, Intoleranz; Egoismus…  In meiner Generation war es irrelevant  aus welcher gesellschaftlichen Schicht man kam. Wir kümmerten uns, um unsere Mitmenschen.. Wenn jemand mal kein Geld oder Pausenbrot dabei hatte, haben wir unseres mit ihm geteilt. Wir waren einander aufgeschlossener als auch hilfsbereiter, im Vergleich zu unserer heutigen Jugend. Selbstverständlich möchte ich hier nichts verallgemeinern. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich sehe das so…

Materielle Dinge, sind aus meiner Sicht unwichtig. in meinem Leben nehmen Werte wie: Freundschaft; Hilfsbereitschaft; soziales Engagement; Vertrauen; Toleranz; und Ehrlichkeit, einen weitaus höheren stand ein.  Außerdem sind No-Name-Produkte nicht minderwertiger zu betrachten, als Markenprodukte. Bei der Preisgestaltung von Produkten namhafter Hersteller, spielt das Marketing, sowie Marktwert,  eine erhebliche Rolle. Die Werbekosten trägt der Kunde mit. In vielen Fällen bezahlt der Verbraucher lediglich den Namen. Der Qualitätsunterschied zu preiswerteren Alternativen ist dabei gering. Ich für meinen Teil, lege großen Wert auf Qualität und auf fairen Handel, bei der Auswahl von Produkten. Ob es sich dabei um Markenprodukte oder günstigere Alternativen handelt, ist unerheblich. Wobei ich in Sachen Lebensmittel, wie z.B.:Fleisch (aufgrund der Tierhaltung) und Textilien, wie z.B.: Schuhe (aufgrund der Verarbeitung), gerne ein paar Euro mehr bezahle. Und unter uns Pastorentöchter… Es gibt nichts, das auch nur annähernd so schmeckt wie originale Nutella oder Coca-Cola. 

Wie lautet euer Standpunk?

  • Was bedeuten euch materielle Dinge?
  • Was löst bei euch einen Kaufrausch aus?
  • Welche Werte haben euch geprägt und sind euch wichtig?
  • In welchen Bereichen setzt ihr auf Markenqualität.

    Ihr wart wie immer eine fantastische Leserschaft.Ich bedanke mich für euer Interesse und würde mich freuen, euch das nächste Mal wieder begrüßen zu dürfen. 

    Liebe Grüße, Chris.

    8 Gedanken zu “„Auf ein Wort…“ #2 – Willkommen im Materialismus!

    1. Sehr interessanter Beitrag!

      Du warst wahrscheinlich noch nicht in den USA, da ist das mit dem Materialismus noch zehnmal so schlimm. Was man so in den klischeehaften Hollywood-Filmen sieht, stimmt leider teilweise. Jungs beeindrucken Mädchen in den USA z.B. nur, wenn sie ein eigenes, möglichst teures Auto besitzen. Kein Auto zu haben geht da gar nicht. Die Amerikaner legen auch ganz viel Wert auf Werbeaktionen, Sonderangebote und so weiter. Wenn eine Firma/ein Produkt das nicht hat, ist es sofort bei denen unten durch.
      In Kanada ist das nicht so (stark), deshalb war ich auch 10 Monate da und nur zwei Wochen in den USA.
      Ich lege absolut keinen Wert auf Markenprodukte und bin zum Glück kritisch genug, um mich nicht von irgendwem oder irgendwelcher Werbung vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

      P.S.: Mit dem Nutella hast du übrigens recht, aber das liegt in dem Fall ja tatsächlich an der geschmacklichen Qualität.

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    2. Du hast Recht…fast alles dreht sich nur um Geld…die meisten denken, dass sie dadurch glücklich werden, aber ich glaube nicht daran, wenn ich daran denke wie viel Reiche Menschen unglücklich sind…ich hab ein Großteil meiner Besitztümer gespendet und bin glücklicher als je zuvor

      Gefällt 1 Person

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